92 neue Volontäre reisen bald aus

92 neue Volontäre werden ab September in Projekte auf der ganzen Welt ausreisen. Natürlich haben wir dabei die Entwicklung des Virus im Blick.

Für Grégoire und Jessica aus Niort und ihre drei Kinder geht es  Mitte September zwei Jahre nach Benin. Olivier Cuau von der Zeitung  „Le Courrier de l’Ouest- Niort“ hat die beiden interviewt. Den Artikel wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

„Ihr strahlendes Lächeln spricht Bände. Irgendwo sind Gregor von Lassus, 29, und seine Frau Jessica, 30, bereits abgereist. Sie verkauften ihr komfortables Haus im Hyperzentrum von Niort. Grégoire ist ausgebildeter Luftfahrtingenieur und für einen Produktionsbereich bei der Firma Safran verantwortlich.

Ab Mitte September, wenn Covid-19 ihre Abreise nicht verzögert, werden die Eltern von drei kleinen Kindern, Maximilien, fünfeinhalb Jahre, Hugues, dreieinhalb Jahre, und Alban, achtzehn Monate alt, mit ihrer Familie nach Benin ziehen. Dort aber nicht einfach ihr Leben im Ausland weiter zu führen. Die NGO Fidesco hat sich dafür entschieden, sie an die Landwirtschaftsschule Laudato Si in Banigbé zu schicken.

„Wir kennen Fidesco schon recht lange, weil wir Freunde haben, die bereits mit dieser katholischen NGO ausgereist sind“, sagt das Ehepaar. „Wir hatten lange nicht gedacht, selbst diese Erfahrung zu machen. Noch vor zwei Jahren war es überhaupt nicht aktuell. Wir dachten, es sei nichts für uns. Es schien zu kompliziert, alles zurückzulassen, unseren Komfort aufzugeben“.

„Wir kümmern uns weder um die Armen noch um die Umwelt“, berichten uns Gregory und Jessica de Lassus

Die Idee, das tägliche Leben zu verändern, zu lernen, mit denen, die nichts haben, nicht auf der Sonnenseite zu leben, sich selbst mehr zu geben, wird sich künftig weiterentwickeln. „Ökologische Krisen, der Klimawandel, die Tatsache, dass überall Ressourcen knapp werden, dass Plastik-Ozeane sich ausbreiten, dass der Boden ärmer wird, haben zum Umdenken gebracht. Wir können uns nur über unsere eigene Lebensweise wundern. Und stellen Sie sich vor: „Wir kümmern uns nicht um die Armen, wir kümmern uns nicht um die Umwelt“.

Als katholische Christen wissen Gregory und Jessica, dass der Wendepunkt, den sie bald erreichen werden, ihnen die Möglichkeit bietet, ein Leben in Übereinstimmung mit ihrem Glauben zu führen. „Denen zu dienen, die es am meisten brauchen, ist die Botschaft Jesu. Wir freuen uns, sagen zu können, dass das, was wir dort tun werden, unserer Suche nach Sinn entspricht“, wie sie es gerne nennen.

In Banigbé gibt es viele, die sehr bedürftig sind. „Der Bauernhof, für den ich verantwortlich sein werde, ist eine Ausbildungsstätte für Landwirte und zukünftige Landwirte. Sie arbeiten nach den Prinzipien der Permakultur, um Obst und Gemüse zu produzieren und zu verkaufen. Das erwirtschaftete Einkommen wird für den Betrieb der Grundschule neben dem Bauernhof benötigt“, erklärt Grégoire.

Das alles soll dazu beitragen, die Landflucht, den Schulabbruch und die Armut zu bekämpfen.

„Etwa zwanzig verwitwete Frauen, von denen es in Afrika viele gibt, kommen regelmäßig zur Arbeit auf die Farm. Sie verdienen damit ein kleines Einkommen“, fährt er fort. „Ich werde mich um diese Witwen kümmern, sie menschlich begleiten und für den Unterricht an der Schule verantwortlich sein. Die Methoden richten sich ganz nach den Bedürfnissen“.

Jetzt ist es Zeit zu gehen. „Unsere Kinder sind glücklich, weil wir auch glücklich sind. Unsere Familien und Freunde verstehen uns. Sie bewundern uns, während wir noch nichts getan haben. Wir wissen, dass wir für zwei Jahren nicht nach Frankreich zurückkehren werden. Wir können uns ja nicht auf die Lebensbedingungen einlassen, die denen der Einheimischen nahe kommen, und gleichzeitig ein Flugticket buchen, um an Weihnachten zurückzufliegen.“

Das Interview hat Sie angesprochen und sie möchten selber Volontär werden? Schauen Sie mal hier da beschreiben wir Ihnen wie das geht. Mehr Informationen gibt es auf unserem Infotag in Würzburg. Dazu können Sie sich hier anmelden.

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