Brief zum 5. Fastensonntag

 „Ich zweifelte, ob ich Khmer je erlernen werde, beziehungsweise, dass ich Jahre dafür brauchen werde. Hier war der Perfektionismus also wieder da. Ich war wirklich geknickt und konnte meine Gedanken und Gefühle nicht klar ordnen. Doch am nächsten Tag wurde mir klar: meine Schwäche Sprachen lernen zu können, muss ich nicht verstecken oder geheim halten. Ich sollte sie annehmen, akzeptieren und darf sie auch offen zeigen. Meine Hauptlektion für diese ersten drei Monate auf Mission ist: „Lass deine Schwächen zu! Sie sind ganz natürlich, gehören zu dir, machen dich sympathisch und öffnen die Türen.“ Aber wer gibt schon gerne seine Schwächen offen zu, da uns die Welt doch etwas ganz anderes lehrt! „Sei stark, halte durch, du musst leisten, enttäusche mich nicht“, usw…. Aber in 2 Korinther 12, 9-10 heißt es: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Daher will ich am allerliebsten mich vielmehr meiner Schwachheit rühmen, auf dass die Kraft des Christus über mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheiten, in Schmähungen, in Nöten, in Verfolgungen, in Ängsten um Christus willen, denn, wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“

Stephanie, Fidesco-Volontärin in Kambodscha

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit ging Jesus zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.

Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.

Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

Joh 8, 1-11

 

Jesus wir bitten dich: Stehe uns bei, dass wir die „Steine“ liegen lassen, dass unsere Worte und Gedanken nicht zu „Steinen“ für unsere Nächsten werden.

 

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