| Kongo - Rechtshilfe für Gefangene |
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Im Januar 2009 haben kongolesische Rechtsanwälte wiederholt die Situation von Häftlingen in Kongo angeprangert. Viele Menschen werden ohne Anklage ins Gefängnis gesteckt. Es kommt immer wieder vor, dass Häftlinge ums Leben kommen, bevor sie die Chance auf einen fairen Prozess hatten. Mit Gründung der BAJPD (Rechtshilfebüro für mittellose Häftlinge) im Jahr 2003 hat FidesCo eine Organisation ins Leben gerufen, die diese Häftlinge unterstützt. Das BAJPD arbeitet hauptsächlich in drei Bereichen: Unterstützung der Häftlinge auf psychologischer und sozialer Ebene Kostenlose Rechtsberatung Sensibilisierung aller Berufsgruppen im juristischen Bereich für den Kampf gegen Korruption. Finanziert wird das Büro durch private Spender, die von FidesCo gesucht werden. Die Hauptaufgabe des BAJPD besteht darin, die Fälle der Häftlinge aufzurollen und ihnen einen gerechten Prozess zu ermöglichen. Nach ihrem Urteil werden sie entweder freigelassen oder sitzen ihre Strafe ab. Die Mitarbeiter des BAJPD besuchen jede Woche die Häftlinge, die im Hauptgefängnis von Kinshasa einsitzen. Die Haftbedingungen in kongolesischen Gefängnissen gelten als extrem hart. Die tägliche Arbeit des BAJPD besteht jedoch auch im Kampf gegen die Korruption. Dieser beginnt schon damit, dass für einen Verwaltungsakt keine Schmiergelder bezahlt werden und bereits Jurastudenten in Seminaren für diese Problematik sensibilisiert werden. Im Durchschnitt wird jeden Monat zehn bis zwölf Häftlingen zu ihrem Recht verholfen. |