David Remond (FR)


South-Africa,
Bethlehem

Fidesco Volontäre auf Mission am 31. August 2016Verwaltungsleiter

David Remond ist seit August als Volontär in Südafrika. In Bethlehem unterstützt er das Team der dortigen Fazenda da Esperanza in der Verwaltung. Davids Mutter stammt aus Deutschland, deshalb spricht er selbst gut Deutsch und hat viele Verwandte und Bekannte hier.

Lassen wir David selbst zu Wort kommen:

„Im Moment gibt es noch keine „Boys“ in der Fazenda, nur Volontäre, weil die Fazenda noch nicht fertig gebaut und ausgestattet ist. Boys werden die jungen Männer genannt, die für ein Jahr das Programm der Fazenda absolvieren und von ihrer Sucht nach Drogen und Alkohol Heilung erhoffen. Als Fidesco-Volontär, bin ich eine Art „Ausnahme“, weil die anderen Volontäre schon länger in der Fazenda sind. Der Verantwortliche der Fazenda ist der philippinische Priester Dekson. Er hat fünf Jahre in einer Fazenda in Brasilien verbracht und spricht deswegen gut portugiesisch. Jandir, ein anderer Volontär, kommt aus Brasilien und wird bis Mai 2017 in Bethlehem bleiben, insgesamt ein Jahr. Es gibt einen Arbeiter, der fest angestellt ist. Er nimmt aber auch an unserem Gemeinschaftsleben teil.

Wir haben leider jetzt weniger Volontäre als vorher. Ein Volontär aus Mozambique war im Dezember für einen Monat hier und will auch wieder zurückkommen, dafür braucht er aber ein langfristiges Visum. Ein philippinischer Seminarist, der in Südafrika studiert (als Missionary of Africa), verbrachte auch einen Monat hier. Ein Philippino ist auch für ein Jahr geblieben, und ein Brasilianer drei Monate. Manche Volontäre bleiben nur drei Monate, andere ein Jahr. Es ist sehr unterschiedlich.

Der Bischof von Bethlehem ist die Fidesco-Kontaktperson und hat auch das „Projekt Fazenda“ eingeführt. Er bat mich, drei Tage in der Fazenda und zwei Tage im Bischofsitz zu arbeiten. Ich bin also drei Tage lang in der Fazenda wo ich an allen Aktivitäten teilnehme. Deswegen habe ich „zwei Zuhause“.

In der Fazenda

– Jeder Volontär macht die gleiche Arbeit wie die anderen Volontäre: Arbeit im Garten, Hühner und Schweine füttern und versorgen usw.

– Da die Fazenda noch neu ist, haben wir viel Arbeit mit der Einrichtung des Hofs. Wir haben vor kurzem eine schöne Kapelle gebaut. Wir haben schon einen kleinen Schweinestall und einen Hühnerstahl gebaut.

– Ich muss aber sagen, dass meine Mission nicht nur aus konkreter Arbeit besteht, sondern sich auch auf unser Gemeinschaftsleben erstreckt: täglicher Rosenkranz, Messe, Gespräch, usw.

– Wir versuchen jeden Tag einen Satz des Evangeliums zu leben (Word of life) und tauschen uns jede Woche darüber aus.

Im Bischofsitz 

– Der Bischof hat mich gebeten, mich um die Buchhaltung der Fazenda zu kümmern. Das wurde bisher noch nicht wirklich gemacht, und jetzt bringe ich dem Buchhalter unsere dicken Ordner.

– Ich helfe aber auch manchmal dem Bischof oder Father George, der für die Finanzen in der Diözese verantwortlich ist, bei kleineren administrativen Arbeiten.

Schöne Erlebnisse

– Das Gemeinschaftsleben in der Fazenda ist eine berührende Erfahrung. Auch wenn wir aus verschiedenen Länder kommen, schaffen wir es, ein Gemeinschaftsleben zu führen.“

 

Die Fazenda da Esperanza, wörtlich übersetzt „Bauernhof der Hoffnung“, kümmert sich um Frauen und Männer jeden Alters, die ausgeschlossen und vernachlässigt sind, wie z.B. Drogen- und Alkoholabhängige oder auch Menschen, die Opfer von Prostitution und Gewalt sind.

Die Arbeitsweise aller Fazendas basiert auf drei Säulen: Gemeinschaft, Arbeit und Spiritualität. Die Tages-, Wochen- und Monatsabläufe sind straff organisiert. Viele Menschen haben in den Fazendas nach langer Zeit wieder einen geregelten Tagesablauf. In der Gemeinschaft leben und arbeiten sie. Sie beten, feiern die Heilige Messe und besuchen die Eucharistischen Anbetung. In Gruppen reflektieren sie ihr Leben und ihre Probleme, vor allem auch im Licht der Heiligen Schrift.

 

 

 

Ich muss aber sagen, dass meine Mission nicht nur aus konkreter Arbeit besteht, sondern sich auch auf unser Gemeinschaftsleben erstreckt: täglicher Rosenkranz, Messe, Gespräch, usw. Wir versuchen jeden Tag einen Satz des Evangeliums zu leben (Word of life) und tauschen uns jede Woche darüber aus.

„Ihr sollt Botschafter der Hoffnung sein!“

Benedikt XVI beim Besuch einer Fazenda 2007 in Brasilien

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