Gesundheitszentrum St. Gabriel, Conakry

Guinea, Conakry
 

 Guinea    Conakry

Gesundheitszentrum

Das Gesundheitszentrum „St. Gabriel“

 

liegt in den Außenbezirken von Conakry, der Hauptstadt von Guinea. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Malaria, Tuberkulose, Mangelernärung und Aids sind hier an der Tagesordnung.

Die Klinik ist das größte Gesundheitszentrum im ganzen Land und besteht bereits seit über 30 Jahren. Ungefähr 50 Mitarbeiter, unter denen regelmäßig auch Fidesco-Volontäre sind, behandeln jährlich ungefähr 90.000 Patienten. Mehr als die Hälte davon sind Konder. Das Zentrum wurde 1987 auf Ersuchen des guineischen Staates und des Erzbischofs von Conakry aufgebaut. Mit diesem Projekt wurde mittellosen Menschen, die sonst keinen Zugang dazu hätten, eine gute medizinische Versorgung ermöglicht. Im Jahr 2001 wurde das Angebot erweitert und eine Geburtsklinik eröffnet. Jedes Jahr kommen hier ca. 1000 Babys zur Welt.

Für Säuglinge und Kinder gibt es einen besonderen Service, der sich um die Ernährung und den Ernährungszustand kümmert. Fünf Mitarbeiter versorgen jeden Tag mehr als zweihundert Kinder. Die Hauptaufgabeist, den Ernährungszustand jedes Kindes, das im Gesundheitszentrum behandelt wird, zu überprüfen und für diejenigen zu sorgen, die unter- oder mangelernährt sind.

Die Klinik hat unter der Bevölkerung von Conakry einen sehr guten Ruf. Denn obwohl die Kosten für die Patienten gering gehalten werden, sorgt das gut geschultes und motiviertes Personal für eine Behandlung auf hohem Niveau. Das Zentrum bietet folgende Leistungen an:

Ein Gesamtpaket bestehend aus der Untersuchung, der Behandlung, allen notwendigen Labortests und nicht zuletzt der Medizin. Der Preis für ein behandlungsticket liegt bei 9000 GNF (umgerechnet 80 Cent) für Kinder und nur 10 000 GNF für Schwangere. Erwachsene, die es sich leisten können, werden mit 27 000 GNF (2,4 €) zur Kasse gebeten. Abgewiesen wird aber niemand. Auch Patienten, die den Betrag für das Ticket nicht aufbringen können, werden behandelt.

Die Medikamente werden in großen Mengeneinheiten von einer internationalen Organisation zur Verfügung gestellt. Die Verpackung erfolgt in Guinea selbst, um Müll zu vermeiden, Diebstähle zu verhindern und Mittelsleute auszuschalten, die sich bereichern wollen.

Bis zum Jahr 2000 hat sich das Projekt, mit Unterstützung der französischen Botschaft, selbst finanziert – bei geringen Kosten für die Patienten. Aufgrund der Krisensituation in Guinea ist dies leider nicht mehr der Fall. Die Gründe hierfür liegen in der Lebensmittelknappheit, sowie der Inflation und der Abwertung des Guinea-Franc.

 

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