Grundschulprojekt Lodja

Democratic-Republic-of-the-Congo, Lodja
 

 Democratic-Republic-of-the-Congo    Lodja

Kindergarten- und Grundschulprojekt

Hintergrund:

Während des Konflikts zwischen der Republik Kongo und der Provinz Sankuru, der von 1993 bis 2003 andauerte, wurden in Lodja die Schulen stark zerstört: Dächer wurden abgedeckt, Bleche ausgebaut und alles, was an Ausstattung zu finden war, in die Hochburgen der Rebellen gebracht. Tische, Türen, Tafeln und Fenster wurden zu Feuerholz. Nach und nach wurden die Schulen geschlossen. Entmutigte Lehrer wurden im ganzen Land zerstreut, ein niedriges Bildungsniveau und Analphabetismus war die Folge.

Es kam damals zu planlosen Neugründungen von Privatschulen, ein Versuch die Lücken im Bildungssystem zu schließen. Viele Kinder mussten morgens und abends einen Schulweg von bis zu 10 km auf sich nehmen.

Die Bevölkerung von Lodja ist sehr jung: 30 % sind unter zehn Jahren. Die Notwendigkeit für Bildung ist immens, ebenso auch die riesige Herausforderung das Land wieder aufzubauen.

 

Unser Vorhaben:

Im Zeitraum von sechs Jahren wurde das Projekt, ein Kindergarten und eine Grundschule, stufenweise aufgebaut. Beide sollen als Wegweiser für die Erziehung jüngerer Kinder, schon von früher Kindheit an, dienen. Wir wollen so einen Grundstock für zukünftige Führungskräfte legen, die später einmal die Herausforderungen in ihrem Land meistern können.

 

Zielvorgaben:

Bau eines Kindergartens: Dort sollen geeignete Bedingungen für die menschliche Entwicklung (körperlich und geistig) herrschen. Zudem werden gute Kenntnisse in Französisch, eine der Landessprachen, vermittelt.
Einrichtung einer Schule mit einem hohen Bildungsniveau, die flexibel und weltoffen ist. Für Kinder in Not soll persönliche Betreuung angeboten werden. Die Lehrkräfte werden unablässig weitergebildet.
Innerhalb von zwei Jahren wird ein ausgeglichener Finanzhaushalt angestrebt, um den Fortbestand der Schule zu gewährleisten.
Die Gebäude werden auf Gemeindegrund errichtet, die Einrichtungen schrittweise über sechs Jahre entstehen, um die jährlichen Kosten gering zu halten.
Die Lehrkräfte werden durch einen Fidesco-Volontär unterstützt, der das Kollegium in Unterrichtsmethodik weiterbildet.

 

Kindergarten:

Im Kindergarten, der drei Jahrgänge umfasst, werden jeweils zwei Gruppen von 25 Kindern betreut. Die Kinder sollen in ihrer frühkindlichen Entwicklung unterstützt und begleitet werden. Zwei Gruppen wurden jahrgangsweise eingeführt und der Kindergarten so schrittweise aufgebaut.
Besonderes Augenmerk wird bei der Ausbildung auf folgende Bereiche gelegt:

Körperwahrnehmung, Kenntnisse der Umwelt, der Umgang mit Gegenständen des Alltags und des Haushalts, Zeichnen und Französisch (die Muttersprache der Kinder ist Tetela)

 

Grundschule:

Die Grundschule ist auf sechs Jahrgangsstufen mit jeweils 50 Schülern ausgelegt. Der stufenweise Ausbau erfolgte mit der Errichtung von je einem Schulgebäude für jeweils zwei Klassen pro Jahr.
Das Erziehungsprogramm folgt den Vorgaben des Erziehungsministeriums. Ergänzend werden zusätzliche Lehrinhalte in den Bereichen Allgemeinbildung, Umwelterziehung, Gesundheit und Moral vermittelt.

 

Bisherige Ergebnisse:

Die Arbeiten haben im Jahr 2009 begonnen. Die Räumlichkeiten für den Kindergarten sind errichtet und alle sechs Gruppen seit September 2012 komplett.

Der Aufbau der Grundschulzweige mit den Jahrgangsstufen eins bis sechs wurde 2015 abgeschlossen.

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