Annika Saft (DE)


Cambodia,
Sihanoukville

Fidesco Volontäre auf Mission am 05.10.2017Sozialarbeiterin

Annika hat zunächst in Phnom Penh einen dreimonatigen Sprachkurs in der Landessprache Khmer absolviert. Über ihre ersten Eindrücke schreibt sie: „Nach knapp eineinhalb Tagen Reisezeit sind wir, meine Co-Volontärin Stephi und ich, am 6.10.2017 auf dem kleinen Flughafen in Sihanoukville, dem Ort unserer Mission, gelandet. Sister Michelle hat uns dort freudestrahlend in Empfang genommen. Sie wird für die kommenden zwei Jahre unsere Ansprechpartnerin und Anleitung im Fountain of Life Center sein. Vor dem Flughafen wartete schon ein Tuk Tuk samt Fahrer auf uns. Mit diesem typisch kambodschanischen Transportgefährt sind wir drei dann ganz traditionell zum Fountain of Life Center getuckelt. Der Weg dorthin hat circa 45 Minuten gedauert, in denen ich mit staunend offenem Mund die Umgebung begutachtet habe. Grüne Felder links und rechts, Reisfelder, große dünne weiße Kühe, die scheinbar herrenlos neben den Straßen umherwandern (und nein, ganz so herrenlos sind sie nicht – es gibt Besitzer, die zu den Kühen gehören), unzählige Straßenstände, die in Wohnhäuser integriert sind und alles Mögliche verkaufen, Müll, der überall an den Straßenrändern rumliegt und zu guter Letzt Unmengen an Mopeds.

Diese knattern in allen Variationen die Straßen entlang und transportieren auch so ziemlich alles, was wir uns nur so vorstellen können. Fünf Leute auf einem Moped war bisher das Maximum, was ich gesehen habe.  Ach ja und durch mein Staunen mit offenem Mund konnte ich noch ganz nebenbei jede Menge kambodschanischen Staub und Abgase einatmen.

 

Nach einem kurzen Mittagessen im Center ging die Reise für Stephi und mich dann gleich weiter nach Phnom Penh. Phnom Penh ist die Hauptstadt Kambodschas und zählt etwa zwei Millionen Einwohner. Für die ersten drei Monate wohnten wir dort in der katholischen Pfarrei St. Joseph, um die Landessprache Kambodschas – Khmer – zu lernen. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten und jeder Menge Geduld hatten wir schließlich einen guten Lehrer gefunden, der uns jeden Tag unterrichtete. Da Khmer sowohl ein anderes Alphabet, als auch eine andere Grammatik hat, war und ist das Lernen der Sprache nicht gerade einfach. Um es aber für uns etwas leichter zu gestalten, hat der Lehrer uns mit unserer Lautschrift unterrichtet und wir haben quasi nach Gehör gelernt. Das bedeutet, dass er uns die Wörter auf Khmer vorgesprochen hat, dann ins Englische übersetzte und wir haben das Khmerwort in unserer Lautsprache aufgeschrieben. Das wiederum ist aber auch nicht immer ganz eindeutig, da es im Khmer-Alphabet Laute gibt, die wir Deutschen einfach nicht kennen. Dennoch war es so die einfachste und effektivste Variante für uns, hatten wir ja nur drei Monate Zeit, um zumindest einen Grundstock an Khmer zu lernen. Das war also das erste Abenteuer unserer Mission! Der Lohn nach einigen Wochen Sprachkurs war dann ein erstauntes und lächelndes Gesicht der Kambodschaner, als wir sie mit unseren gefühlt fünf bisher gelernten Sätzen ansprachen.“

 

 

 

 

 

 

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